Dienstag, 17. Februar 2015

Wie geht es mit dem Goldpreis weiter?

Im Januar kam es zu einer Kursschwäche beim Gold und damit wurden die Hoffnungen auf eine Erholung des Goldpreises noch im laufenden Jahr deutlich abgeschwächt. Trotzdem gibt es noch Chancen für Gold. So hatte die geldpolitische Offensive der EZB dem Goldpreis zu Jahresbeginn einen ordentlichen Schub gegeben. Der Impuls jedoch ist schon wieder verebbt. Grund dafür: Die jüngsten Inflationszahlen und der weiterhin starke US-Dollar.

In Europa ist die Deflationsgefahr mittlerweile mit den Händen zu greifen. Die Preise gingen in Deutschland zuletzt um 0,4 Prozent zurück, in der Euro-Zone war sogar ein Rückgang von 0,6 Prozent zu verzeichnen. Und in den USA wird die Preissteigerung von 0,7 Prozent ebenfalls zum Preisdrücker für Gold. Denn das ist eine historisch betrachtet sehr niedrige Preiserhöhung.

In der Regel führt man die Deflation auf die gefallenen Ölpreise zurück, dabei sind diese eher von vorübergehender Natur. Der Trend nach unten bei den Preisen in Europa war aber schon vor dem Ölpreisverfall zu beobachten. Zu der geringen Inflation kommt nun auch noch ein recht starker US-Dollar hinzu, der den Goldpreis weiterhin belastet.

Goldpreis hat keine Kraft für Aufwärtstrend

Experten geben an, dass der Goldpreis derzeit keine Kraft für einen Aufwärtstrend habe. Nachdem die wichtige Marke von 1.250 US-Dollar pro Feinunze Gold unterschritten wurde, gab es zwar eine kleine Stabilisierung, allerdings reicht die Kraft nicht aus, um den Test der einstigen Unterstützung durchzuführen.

Zwar besteht noch eine reale Chance auf eine Trendwende, die aufgrund der teils radikalen Geldpolitik durchaus denkbar wäre, allerdings sollten Anleger mit den Longpositionen noch etwas warten. Ein Abwarten sollte wenigstens bis zu dem Zeitpunkt erfolgen, an dem Gold sich die Marke von 1.250 US-Dollar je Feinunze wieder zurück erobert hat.

© WEGHV Redaktion