Montag, 16. Februar 2015

Gold-Spekulanten ziehen sich zurück

Wie der am Freitag veröffentlichte Commitments-of-Traders-Report (COT) zeigte, ist der Optimismus unter den Gold-Spekulanten leicht rückläufig. Vor allem bei den Gold-Futures war ein generell abnehmendes Interesse an dem gelben Edelmetall zu spüren. Die Zahl der offenen Kontrakte ging in der Woche zum 10.02.2015 von 419.524 auf 393.232 Futures zurück. Das entspricht einem Minus von 6,3 Prozent. Bei der optimistischen Markterwartung (Netto-Long-Position) der großen und kleinen Spekulanten ging es deutlich um 16,1 Prozent nach unten, von 203.273 auf 170.591 Kontrakte.

Vor allem die Großspekulanten hatten sich deutlich zurückgezogen. Innerhalb von nur einer Woche hatten sie die Netto-Long-Positionen von 185.015 auf 155.274 Futures heruntergeschraubt, was ebenfalls einem Minus von 16,1 Prozent. Bei den Kleinspekulanten fiel das Minus genauso deutlich aus. Von 18.258 Kontrakten ging es runter auf 15.317 Kontrakte.

Gold – Für und Wider

Den Rückgang kann man durch die Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage in der Ukraine zurückführen. Allerdings hatte die neu gewählte griechische Regierung für eine gestiegene Nachfrage nach Gold gesorgt. Zudem gab es in China vermehrtes Interesse an dem gelben Edelmetall. Dort stieg die Nachfrage vor den chinesischen Neujahrsfeiern um sage und schreibe 43 Prozent auf nun 198.253 Kilogramm. Das ist der höchste Wert seit mehr als acht Monaten.

Trotzdem ging der Goldpreis in der letzten Woche um 0,4 Prozent zurück. Er notiert somit unter der 200-Tage-Linie. Zudem könnte es auch in der aktuellen Woche aufgrund der Feiertage zu einem nachlassenden Interesse kommen. Die US-Börsen bleiben heute geschlossen, in China wird ab Freitag nicht mehr gehandelt. Es bleibt also spannend.

© WEGHV Redaktion