Montag, 26. Januar 2015

Spekulanten flüchten in Gold

Am Freitagabend wurde wieder der Commitments of Traders Report (COT) veröffentlicht und zeigte, dass spekulative Anleger vermehrt in Gold flüchten. So war bei der Anzahl der offenen Kontrakte (Open Interest) ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Für sie ging es in der Woche zum 20. Januar von 402.108 auf 430.128 Futures herauf, was einem Anstieg von immerhin sieben Prozent entspricht.

Für die kumulierte Netto-Long-Position, die für die optimistische Markterwartung steht, ging es sogar noch steiler bergauf. Der Zuwachs betrug sage und schreibe 29,2 Prozent, so dass die Zahl der Kontrakte von 137.676 auf 177.810 anstieg. Damit erreichte sie den höchsten Stand seit nunmehr zwei Jahren.

Dieser Anstieg war bei den großen und kleinen Spekulanten gleichermaßen auszumachen. Während die Netto-Long-Positionen der großen Spekulanten um 24,7 Prozent von 130.226 auf 162.455 Futures anzogen, war bei den kleinen Spekulanten ein Zuwachs von fast 50 Prozent zu verzeichnen. Hier ging es von 7.450 Kontrakten rauf auf 15.355.

Goldpreis-Rallye pausiert

Trotzdem pausiert die Rallye beim Goldpreis. Diese hatte mit dem Jahreswechsel eingesetzt, was vor allem den überraschenden Entscheidungen der Schweizer Notenbank und der EZB geschuldet war. Doch aktuell scheint das Interesse am gelben Edelmetall leicht rückläufig zu sein.

Allerdings bezweifeln Experten der Branche, dass dieser Rückgang von Dauer sein wird. Grund dafür ist die heftig umstrittene Neuwahl in Griechenland auf der einen und die erste Sitzung im neuen Jahr der US-Notenbank auf der anderen Seite. Diese dürfte weitere Hinweise auf die künftige Zinspolitik in den USA geben, die immer auch Auswirkungen auf den aktuellen Goldpreis hat.

In der vergangenen Woche war der US-Dollar wieder recht stark, hinzu kam eine sehr gute Stimmung an den wichtigen Aktienmärkten. Beides sind Gründe, die den Goldpreis wieder nach unten korrigiert haben könnten.

© WEGHV Redaktion