Freitag, 23. Januar 2015

Silber mit bestem Jahresstart seit drei Jahrzehnten

Seit Jahresbeginn 2015 hat der Silberpreis enorm zugelegt. Das weiße Edelmetall konnte bisher ein Plus von rund 15 Prozent verzeichnen und damit den besten Jahresstart seit mehr als 30 Jahren. Damit ist Silber auf dem direkten Weg in einen Bullenmarkt.

Von den Kurssteigerungen profitiert aber nicht nur der Silberpreis an sich, sondern ebenso die börsengehandelten Produkte, die mit Silber unterlegt sind. Wie aktuelle Daten aus den USA zeigen, sind auch die Positionen auf steigende Kurse auf den höchsten Stand seit August 2014 angestiegen. Dafür könnte unter anderem das Verhältnis von Silber zu Gold verantwortlich sein. In den letzten zehn Jahren mussten für eine Unze Gold im Schnitt 58 Unzen Silber hingelegt werden. Am Donnerstag waren es dagegen 71,4 Unzen Silber.

Konjunkturschwäche und Notenbankentscheidungen beeinflussen den Silberpreis

Generell können die Edelmetalle derzeit von den wachsenden Sorgen um die Weltwirtschaft profitieren. So dürfte die vermeintliche Stärke der US-Wirtschaft alleine nicht ausreichen, um die Probleme, die in der Wirtschaft anderer Länder bestehen, vollständig auszugleichen. Zusätzlich ist die lockere Geldpolitik der Notenbanken ein Preistreiber für Silber. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass der Silberpreis bis zum Jahresende auf mehr als 20 US-Dollar pro Feinunze ansteigen könnte.

Gerade die Notenbanken, die durch die lockere Geldpolitik die Wirtschaft ankurbeln wollen, könnten damit auch einen weiteren Preisanstieg bei Silber verursachen. Durch eine gesunde Wirtschaft wird die industrielle Nachfrage nach Silber weiter ansteigen. So könnten bis 2018 680 Millionen Unzen erreicht werden. Das zumindest geht aus einer Studie von CRU Consulting vom Dezember 2014 hervor. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 lag die industrielle Silbernachfrage bei 12 Millionen Unzen.

Bei einer Konferenz verwiesen Experten zudem auf ein sinkendes Angebot an Silber. Dieses dürfte 2015 um zwei Prozent nach unten korrigiert werden. Gleichzeitig könnte die Nachfrage um zwei Prozent ansteigen, was ebenfalls für einen Preisanstieg sprechen würde.

© WEGHV Redaktion