Donnerstag, 13. November 2014

Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung hat kaum bekannte Gold-Fakten gesammelt

Der Edelmetall-Konzern Heraeus hat bei der Berliner Steinbeis-Hochschule eine Studie in Auftrag gegeben, rund um das Thema Gold. Dabei kam heraus, dass die Deutschen 8.200 Tonnen Gold im Privatbesitz halten. Das ist mehr Gold, als die US-Notenbank bei sich eingelagert hat. Darauf weist jetzt die Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung hin, die die Studie zum Anlass nahm, weitere, teils kuriose Fakten über Gold zu sammeln.

Gold als Lebens- und Heilmittel

Grundsätzlich ist Gold sogar essbar. Eingesetzt wird vor allem das Blattgold, das in erster Linie zur Dekoration von Süßspeisen und Gebäck verwendet wird. Ebenfalls lassen sich Getränke mit Gold anreichern. Im „Danziger Goldwasser" werden Goldfäden eingearbeitet. Diese sollen im Gewürzlikör für eine aufheiternde Wirkung sorgen. Allerdings ist auch klar: Gold verfügt über keinen Eigengeschmack.

Auch als Heilmittel ist Gold bekannt – und zwar schon seit Jahrtausenden. Unter anderem sollen Gold-Spritzen und Gold-Tabletten gegen Rheuma wirken. Diese werden auch heute noch gegen die schmerzhafte Krankheit eingesetzt. Die Gold-Therapie setzt jedoch eine intensive ärztliche Betreuung voraus. Nicht zu vergessen ist dabei, dass die Therapie mit Gold zudem viele Nebenwirkungen hervorrufen kann. In der Praxis wird sie deshalb eher selten angewendet.

Weitere interessante Fakten zum Gold

Gold gehört zu den Metallen, die am besten dehn- und formbar sind. So lässt sich aus einem Gramm Gold ein Draht herstellen, der bis zu drei Kilometer lang und dünner als das menschliche Haar sein kann.

Bis zum Jahr 2012 wurden weltweit 170.000 Tonnen Gold gefördert, wobei die größten Goldmengen erst ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gefördert wurden. Trotzdem ist die Goldförderung immer noch deutlich niedriger, als die Fertigung von Industriestahl in einer Stunde.

1869 wurde der bisher größte Goldnugget gefunden. Zwei Australier haben den „Welcome Stranger" mit einer Größe von zehn mal 25 Zentimetern gefunden.

Seit nunmehr 40 Jahren wird Gold auch kaum noch als Geld verwendet. 1971, am 15. August, verkündete der damalige US-Präsident Richard Nixon, dass man den US-Dollar nicht mehr in Gold umtauschen könne. Seit diesem Zeitpunkt haben sich auch fast alle anderen Währungen der Welt in Papiergeld gewandelt, das nicht mehr einlösbar ist. Außerdem verzichtete man auf das gelbe Edelmetall zur Währungsdeckung. Eine Ausnahme galt lediglich für die Schweiz. Dort wurden bis 1999, als die Schweiz dem IWF beitrat, alle Schweizer Franken zu 40 Prozent durch Gold gedeckt.

2005 gaben Experten Schätzungen bekannt, nach denen die weltweit geförderte Goldmenge etwa 8.000 Kubikmeter entsprach. Dieses Volumen kann man sich als Würfel mit 20 Meter langen Kanten vorstellen.

© WEGHV Redaktion