Mittwoch, 30. April 2014

Deutsche Bank will nicht mehr beim Fixing von Gold und Silber mitmachen

Die Deutsche Bank hat bekannt gegeben, dass sie beim Fixing des Gold- und Silberpreises nicht mehr mitmachen will. Die tägliche Preisfeststellung für die beiden beliebten Edelmetalle wird derzeit von fünf Geldhäusern, beim Silberpreis von nur drei Geldhäusern, durchgeführt. Die Deutsche Bank will sich nun aus dem Geschäft zurückziehen, weil sie generell die Aktivitäten im Rohstoffbereich reduzieren will, so die Aussagen des Geldinstituts.

Bereits im Januar hatte die Deutsche Bank seine beiden Sitze im Ausschuss zum Verkauf angeboten. Allerdings hätte der angestrebte Verkauf, so ein Informant, nicht abgeschlossen werden können.

Standard Bank aus London hat es nicht geschafft

Laut den aktuellen Angaben war die Standard Bank, die von China kontrolliert wird, der Favorit auf diese Posten. Sie befindet sich zu 60 Prozent im Besitz der Industrial & Commercial Bank of China (ICBC). Beobachter der Branche hatten sich bereits gedacht, dass die Standard Bank die Sitze nicht erhält, weil die ICBC nicht ausreichend Renommee für den Einzug in den Ausschuss mitbringt.

Die Deutsche Bank selbst hat diese Aussagen nicht bestätigt. Sie ließ lediglich vernehmen, dass man sich aus dem Gold und Silber Fixing zurückziehen wolle. Trotzdem betonte das Geldhaus, dass es zu seinem Engagement im Edelmetall-Bereich weiterhin stehe.

Das Gold und Silber Fixing

Beim Gold und Silber Fixing gibt es keine zentralen Quellen für die Ermittlung der Preisdaten. Stattdessen setzen sich jeden Morgen und Nachmittag Vertreter von

• Barclays,
• HSBC,
• Bank of Nova Scotia und
• Societe Generale,

bisher auch der Deutschen Bank, zusammen, um gemeinsam die Preise zu ermitteln. Diese Benchmark ist auch als London-Fixing bekannt. Sie gilt nur für physische Edelmetalle. Gold-Futures dagegen bestimmen ihren Preis durch den Handel an der Börse.

Das Londoner Fixing wird anschließend genutzt, um weltweit die Spotpreise festzusetzen, so dass die Kosten für Schmuck sich entsprechend verändern können oder die Preise, die die Minenunternehmen verlangen. Außerdem werden mit dem London-Fixing die Notierungen von Wertpapieren beeinflusst, die auf den Edelmetallen basieren.

© WEGHV Redaktion