Mittwoch, 31. Juli 2013

Experten erwarten Erbschaftswelle

Schmuck wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen

Das Institut für Demoskopie in Allensbach hat es im Auftrag der Postbank errechnet: Auf die Deutschen rollt eine riesige Erbschaftswelle zu. Allein für das Jahr 2012 rechneten die Experten mit einem Erbschaftsvolumen von 250 Milliarden Euro. Vererbt werden vor allem Wohnungen und Häuser, was den Nachlasswert deutlich in die Höhe treibt: Laut der Studie werden künftig in 55 Prozent der Fälle Immobilien vererbt, gefolgt von Geld (53 Prozent), Möbel, Autos und Schmuck.

Zwar spielen letztere drei im Vergleich zu Immobilien und Geld eine geringere Rolle, die Bedeutung sollte dennoch nicht unterschätzt werden: Wenn sich der Anteil von Immobilien an den Erbgegenständen erhöht, heißt das nicht, dass im Umkehrschluss automatisch weniger Schmuck vererbt wird. Vielmehr ist die Erbschaftswelle auch als Ausdruck des demographischen Wandels zu verstehen. Und hier ist sicherlich zu erwarten, dass auch der Schmuck als (wertvoller) Erbgegenstand weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird. Nicht selten werden neben Schmuck auch wertvolle Gebrauchsgegenstände wie versilberte Bestecke vererbt.

Doch mit dem Schmuck ist es so eine Sache: In vielen Lebenssituationen bietet es sich an, Schmuck zu verkaufen und sich den Wert auszahlen zu lassen. Doch oft sind mit einem geerbten Schmuckstück auch viele Erinnerungen und Emotionen verbunden – je nachdem, wie nahe man dem Verstorbenen stand. Dies ist dann häufig eine Abwägungssache. Fachbetriebe für die Verwertung von Edelmetallen sind hier sicherlich ein guter Ansprechpartner, wenn es darum geht, sich eine unabhängige und objektive Meinung über den Wert eines Gegenstandes einzuholen.

© WEGHV Redaktion