Donnerstag, 23. November 2017

Platindefizit soll 2018 steigen

Aus dem aktuellen Bericht des World Platinum Investment Council geht hervor, dass im kommenden Jahr ein erhöhtes Platindefizit auftreten soll. In der vierteljährlich erscheinenden Analyse „Platinum Quarterly“ gehen die Experten davon aus, dass die Platinnachfrage 2018 voraussichtlich zwei Prozent höher ausfallen soll als 2017. Das Angebot soll sich dem aktuellen Bericht zufolge um ein Prozent reduzieren. Zum Teil ist dies auf die Verringerung des südafrikanischen Minenangebots zurückzuführen, das sich auf zwei Prozent belaufen soll. In der zweiten Jahreshälfte 2017 wird sich dieses Defizit noch verstärken, da mehrere Minen in Südafrika stillgelegt werden sollen.

Erholung am Platinschmuckmarkt?

Ebenfalls erwarten die Analysten eine Erholung auf dem Platinschmuckmarkt für das kommende Jahr. Dieser soll um bis zu drei Prozent ansteigen. Vor allem der schnell wachsende indische Markt soll einen Zuwachs im zweistelligen Bereich mit sich bringen. Die Nachfrage aus China dürfte sich den aktuellen Analysen zufolge wieder stabilisieren. Die Experten prognostizieren damit erstmals seit 2014 für das kommende Jahr wieder einen Anstieg der Nachfrage nach Platinschmuck.

Platinindustrie soll um neun Prozent steigen

Auch für die Platinindustrie sehen die Experten eine steigende Nachfrage für 2018. Diese wird begünstigt, durch die ebenfalls steigende Nachfrage nach Erdöl und Gas. Rund neun Prozent höher soll die Nachfrage nach Platin in diesem Bereich ausfallen. Allerdings nimmt man auch eine Verringerung der Nachfrage im globalen Automobilsektor um rund ein Prozent an. Die Einbußen sollen sich vor allem in Großbritannien bemerkbar machen. Sie sollen aber durch höhere Absatzzahlen in Deutschland, Italien und Spanien ausgeglichen werden.

Zwei Prozent mehr recyceltes Platin

Ebenfalls ist dem Bericht zu entnehmen, dass das Recyclingangebot für Platin um gut zwei Prozent steigen soll. Allerdings werden Autokatalysatoren zunehmend komplexer gebaut. Dadurch wird die Rückgewinnung des Edelmetalls immer schwieriger.

© WEGHV Redaktion