Freitag, 13. April 2018

Physisch lieferbare Goldfutures in Moskau geplant

Wie aus einem aktuellen Bericht von mondovisione.com hervorgeht, will die Moskauer Börse ihren Rohstoffterminhandel reformieren. Demnach ist die Einführung neuer Gold- und Rohölkontrakte vorgesehen, mit denen Händlern und Investoren neue Möglichkeiten eröffnet werden sollen.

Schon im Dezember hatte die Moskauer Börse angekündigt, dass man künftig eine Option plane, mit der man sich Goldfutures physisch ausliefern lassen kann. Bislang konnte die Abrechnung dagegen nur mit Barauszahlungen erfolgen. Das soll sich ab September 2018 ändern.

Neuer Goldterminkontrakt

Der neue Goldterminkontrakt, der am Derivatemarkt der Moskauer Börse gehandelt werden soll, wird auf Rubel lauten. Er soll den Tradern die Möglichkeit geben, das Gold über den Edelmetall-Spotmarkt der Börse ausliefern zu lassen. Pro Kontrakt sollen jeweils zehn Gramm Gold kontrolliert werden können, das Clearing soll monatlich erfolgen.

Igor Maritsch, leitender Direktor des Geld- und Derivatemarktes in Moskau, sieht die neuen Rohstoffkontrakte positiv. Banken, die mit Gold handeln, Betreiber von Scheideanstalten und Bergbauunternehmen könnten mit den Kontrakten ihre Preisrisiken besser managen. Außerdem könnte eine russische Gold-Benchmark etabliert werden.

Noch in diesem Monat will die Moskauer Börse übrigens neue Futures und Optionen für schwefelarmes Rohöl einführen. Die Light Sweede Crude Oil Futures und Optionen sollen den Kontrakten gleichen, die an der Warenterminbörse NYMEX in New York gehandelt werden.

© WEGHV Redaktion