Freitag, 12. Januar 2018

Gold-ETFs haben sich 2017 positiv entwickelt

Der World Gold Council hat jetzt die offiziellen Zahlen zu den physischen Goldbeständen der ETFs im Dezember 2017 sowie für das Gesamtjahr bekanntgegeben. Die börsengehandelten Goldfonds hielten bis Ende vergangenen Jahres insgesamt 2.363 Tonnen des gelben Edelmetalls. Damit haben sie ihre Bestände um 197,5 Tonnen erhöht. Insgesamt entspricht dies einem Plus von 8,4 Prozent gegenüber 2016 und einem Wertzuwachs von 8,2 Milliarden US-Dollar.

Europäer investierten verstärkt in Gold-ETFs

Speziell die Europäer haben im vergangenen Jahr verstärkt in die Gold-ETFs investiert. Die Bestände erhöhten sich um 148,6 Tonnen und erreichten einen Wertzuwachs von 5,8 Milliarden US-Dollar. Damit sind hier 75 Prozent der weltweiten Zuflüsse zu verzeichnen gewesen.

In Nordamerika wurden die Bestände um 62,9 Tonnen aufgestockt und damit um 2,9 Milliarden US-Dollar. Die asiatischen Gold-ETFs folgten dem positiven Trend allerdings nicht, sie verkauften 12,9 Tonnen Gold im Wert von 405 Millionen US-Dollar. Für die übrigen Regionen der Welt hat der World Gold Council geringe Abflüsse in Höhe von 1,1 Tonnen gemeldet.

Deutsche zeigten hohes Interesse an Gold-ETFs

Insbesondere die Deutschen haben im vergangenen Jahr ein sehr starkes Interesse an den Gold-ETFs gezeigt. Insgesamt machten die Käufe der Deutschen 35 Prozent der weltweiten Zuflüsse aus. Die Bestände von Xetra-Gold erhöhten sich 2017 um 58 Tonnen. Das entspricht einem Plus von stolzen 52 Prozent. Der chinesische Gold-ETF Huaan Yifu verzeichnete mit minus 5,5 Tonnen den stärksten Abgang 2017.

Für den Dezember bescheinigte der World Gold Council den ETFs den Zukauf von 5,3 Tonnen physischen Goldes auf Netto-Basis. Alleine 4,7 Tonnen davon entfielen auf Xetra-Gold. Die Bestände der europäischen Gold-ETFs erhöhten sich im vergangenen Monat um fünf Tonnen, in Nordamerika um 0,6 und in Asien um 0,8 Tonnen. In den übrigen Regionen baute man eine Tonne der Bestände ab.

© WEGHV Redaktion