Edelmetalle

Edelmetalle – ein Überblick

Wir leben seit vielen Jahrhunderten in Tauschgesellschaften. Güter und Dienstleistungen müssen bezahlt werden. Als Tauschmittel kommt dabei in zivilisierten, reichen Gesellschaften vor allem Geld in Frage. Das Tauschmittel muss dabei grundlegend wertbeständig und dauerhaft sein. Während in primitiven Gesellschaften schon ein Getreide als dauerhaftes Tauschmittel angesehen werden kann, sind es in unserer Welt die Metalle. Nähere Grundlageninformationen dazu wollen wir im Folgenden aufzeigen:

1.  Vorteile von Edelmetallen

2.  Die Edelmetalle im Besonderen

3.  Einsatzgebiete von Edelmetallen

 

Vorteile von Edelmetallen

Edelmetalle zeichnen sich zunächst durch ihre hohe Beständigkeit aus. Sie sind immer gleichartig und lassen sich dank moderner Verarbeitungsformen auch beliebig teilen. Formgebung, Teilung, neue Vermischung oder Einschmelzen zu einem Ganzen – all das ist mit Metallen möglich. In diesen Punkten muss man auch zwischen Edelmetallen und Edelsteinen unterscheiden.

So sind Diamanten und Rubine zwar ebenfalls sehr wertvoll, beständig und dauerhaft, allerdings sind sie weder gleichartig, noch lassen sie sich beliebig teilen. Stattdessen stellt jeder einzelne Stein ein absolutes Unikat dar.

Metalle können zudem in beliebigen Größen transportiert werden und verursachen keine Kosten zur Werterhaltung. Damit stellen sie einen höheren Wert als Immobilien dar. Sie können zwar ebenfalls zu einem festen Wert verkauft werden, allerdings ist ihr Transport nicht möglich. Zudem werden laufende Kosten verursacht, um den Wert zu erhalten und die Beständigkeit ist ebenfalls nicht gegeben. Denn werden die Immobilien nicht gewartet und saniert, sind sie nach einigen Jahren wertlos.

Weitere Vorteile der Metalle finden sich in ihrem hohen Bekanntheitsgrad und der klaren Definition durch Reinheit und Gewicht. Die Edelmetalle werden nahezu überall zum gleichen Wert akzeptiert. Und dieser lässt sich anhand der aktuellen Edelmetallkurse auch noch sehr leicht bestimmen. Setzt man sie in diesen Punkten ins Verhältnis zu Diamanten, wird schnell klar, dass es sich bei diesen um Unikate handelt. Die Preise sind nicht so einfach zu ermitteln, sondern müssen von einem Gutachter festgestellt werden.

Zudem werden Metalle, je seltener sie vorkommen, immer wertvoller. Die Knappheit und der damit verbundene Wert macht sie zu Luxusobjekten. Der Mensch trachtet seit jeher nach Luxus und diese Objekte werden wohl auch immer und überall akzeptiert werden. Allerdings wird als Luxusobjekt nicht immer nur ein Metall angesehen. So kann es in einer Hunger leidenden Gesellschaft genauso der Weizen sein oder die Zigaretten, die nach dem Zweiten Weltkrieg nur begrenzt zur Verfügung standen.

Die Edelmetalle im Besonderen

Im Besonderen sind die Edelmetalle zu nennen. Sie zeichnen sich durch ihre große Beständigkeit aus, sind sehr widerstandsfähig gegenüber Korrosion und Oxidation und sehr wertvoll. Zu ihnen werden heute

gezählt. Wer die Oberfläche der Edelmetalle berührt, empfindet diese Berührung als sehr angenehm. Der schöne Glanz ist eine echte Wohltat für das Auge. Doch Edelmetalle haben auch ihre Schattenseiten in der Geschichte der Menschheit hinterlassen. Insbesondere das Gold wurde oft zum Motiv für Morde. Mit ihm wurden ganze Kulturen errichtet, stürzten aber ein, sobald ein Goldmangel vorherrschte.

Einsatzgebiete von Edelmetallen

Edelmetalle, wie eben Gold, Silber, Platin oder Palladium erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit. Sie werden in der Industrie eingesetzt, wo man sich ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften zunutze macht, in der Medizintechnik, aber auch auf den Finanzmärkten. Hier gelten Edelmetalle als besonders werthaltige Anlagen, die zudem einen idealen Schutz vor einer möglichen Inflation bieten. Edelmetalle gewinnen dementsprechend in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an Wert, können aber in boomenden Wirtschaftszeiten wieder Wert verlieren. Bei der Anlage ist zu bedenken, dass lediglich der Werterhalt im Vordergrund steht. Eine Verzinsung erfolgt hierbei nicht. Zudem müssen Edelmetalle richtig gelagert werden, was oft zusätzliche Kosten mit sich bringt.